Salam aleikum!

 

In die geheimnisvolle Welt von 1001 Nacht einzutauchen, reizte uns schon lange. Und so kam es, dass wir eine Woche im März in Marrakesch und dem Umland verbrachten. Die Reise begann für uns Mitten in der Medina. Das ist die Altstadt von Marrakesch, hier verkaufen die Händler, Schuster, Metzger und Co ihre Waren. Die erste Herausforderung war es, unser Riad überhaupt erstmal zu finden. Typisch für Marrakesch sind die verstecken kleinen Hotels, die hinter einer unscheinbaren Tür mit einem wunderschönen Innenhof überraschen. Unsere beiden Riads können wir euch auf jeden Fall weiterempfehlen: Riad De Vinci & Riad Rabahsadia.

Die ersten beiden Tage ließen wir uns einfach treiben, das ist in den vielen kleinen Gassen gar kein Problem. In der Medina hat man wirklich das Gefühl, eine ganz andere Welt zu betreten. Völlig fasziniert von den fremden Gerüchen, den bunten Geschäften, den Tieren auf den Wegen und den ganzen Menschenmassen liefen wir Kilometer um Kilometer und fielen am ersten Abend völlig erschöpft von den neuen Eindrücken ins Bett. Die folgenden Tage verbrachten wir mit Sightseeing (Jardim Majorelle lohnt sich ...) und weiterem Herumirren in den Gassen. Die Händler, die uns am ersten Tag noch so fasziniert hatten, empfanden wir aber bald als ziemlich anstrengend und teilweise auch sehr unfreundlich, sobald man nichts bei ihnen gekauft hat. Daher waren wir froh, dass am nächsten Morgen unsere Wüstentour losging. 

Wir hatten für 3 Tage unseren eigenen Fahrer Yusuf, der uns quer über das Atlasgebirge in die Wüste Erg Chegaga, den nördlichen Rand der Sahara fuhr. Die lange Fahrt (10 Stunden!) war sehr kurvig und anstrengend, sodass Lisa am Abend nur einen magenberuhigenden Kümmeltee herunterbrachte :-) 

Am nächsten Morgen ging es weiter zu unserem eigentlichen Ziel, dem Wüstencamp von Sahara Experiences (empfehlenswert)! Auf der Fahrt konnten wir sehen, wie sich die Vegetation stetig veränderte und beobachteten Kamelherden. Im Camp angekommen bezogen wir zuerst unser eigenes, einfaches Zelt mit einem Doppelbett (Wir haben uns für die einfachste Campvariante entschieden. Es gibt aber auch Luxuscamps mit eigener Dusche und Klimaanlage - was uns aber mehr als unangebracht erschien). Allerdings war es darin tagsüber viel zu heiß, sodass wir den kühleren Speiseraum vorzogen. Am Nachmittag wurden wir  von einem Kamelführer und seinen zwei Kamelen abgeholt und durch die Wüste geführt. Auf so einem großen Tier zu sitzen, kann einem ganz schön Angst einjagen:-) Am Abend wanderten wir auf eine Düne und genossen den einmaligen Sonnenuntergang. In der Nacht zeigten sich die Sterne in voller Pracht, da es weit und breit keine anderen Lichter gab. Nach der kalten Nacht standen wir am nächsten Morgen sehr früh auf, um den Sonnenaufgang zu beobachten. War am Abend zuvor der Sand heiß, war am Morgen genau das Gegenteil der Fall: Wir zogen Schuhe an, weil der Sand noch viel zu kalt war. Dick eingepackt ging es wieder Richtung Düne. Der Sonnenaufgang war genauso atemberaubend wie der Sonnenuntergang! Mehr als zufrieden verließen wir nach dem Frühstück die Wüste in Richtung Marrakesch und somit auch wieder Richtung Flughafen. Die Sahara hat uns auf jeden Fall in ihren Bann gezogen und wir sind sicherlich nicht zum letzten Mal dort gewesen!

Hinweis: Wir bekommen weder Provision noch sonst etwas für die genannten Dinge. Was uns überzeugt, teilen wir einfach gerne mit euch.

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