Nachhaltigkeit vor Ort

Wie bereits erwähnt sind wir leider auch nicht die perfekt auf Nachhaltigkeit getrimmten Reisenden. Doch je mehr man sich mit dieser Thematik auseinandersetzt, umso mehr lernt man, wie leicht man seine Reise nachhaltig gestalten kann.

Am Ziel deiner Träume angekommen, kannst du nämlich einiges tun, damit dein Urlaub möglichst nachhaltig ist. Genau hierfür haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt.

Tipp 1: Esse bei Locals

Nachhaltigkeit heißt auch, dass möglichst die Einheimischen an deinem Urlaub verdienen sollten. Also, anstelle deinen Cappuccino jedes Mal bei Starbucks und Co. zu schlürfen, solltest du Cafés die Einheimische betreiben besuchen. Meide die typischen Fastfood-Ketten, esse lokal. So wird dein Urlaubserlebnis bestimmt gleich viel authentischer.


Tipp 2: Sei verantwortungsbewusst!

Vor einiger Zeit war der Pragser Wildsee kaum jemandem ein Begriff. Durch Social Media stieg der Hype um diesen idyllischen Ort extrem an - klar profitiert die Region nun vom steigenden Tourismus, doch allein aus ökologischer Sicht ist die reinste Katastrophe ist. Die Zufahrt dorthin ist mittlerweile streng reglementiert, um den Massen an Touristen überhaupt Herr zu werden.

Umso wichtiger ist es für Reisende, dass man ein Gespür dafür entwickelt, verantwortungsbewusst mit der Natur und den Menschen vor Ort umzugehen. 
Manchmal ist es unfassbar, wie respektlos Touristen mit all dem umgehen. Selbst in Nationalparks wurden wir Zeuge, wie Müll einfach aus dem Auto geworfen wurde.
Generell sollte man sowieso darauf achten, so wenig Müll - insbesondere Plastikmüll zu verursachen. Plastiktüten beim Einkaufen werden an vielen Orten der Welt leider immer noch völlig bedenkenlos ausgegeben. Nimm statt dessen zum Einkaufen einen Jutebeutel mit, dieser findet in jedem Gepäck leicht Platz.

 

Wenn du dich darüberhinaus auch noch den Umweltschutz aktiv einsetzen willst, kannst du an CleanUp Kampagnen teilnehmen oder auf eigene Faust z.B. am Strand deines Urlaubsortes Müll sammeln - dabei steckst du bestimmt sogar den ein oder anderen an, dein Mitstreiter zu werden.
Auf Facebook gibt es beispielsweise eine Gruppe, die über weltweite CleanUps berichtet (Nature&Beach CleanUp Group).


Tipp 3: Achte auf Tierschutz

Elefantenreiten in Thailand, Delfine streicheln in Florida oder Selfies mit tanzenden Affen in Marrakesch...
Erlebnisse mit Tieren gehören sicherlich zu den eindrucksvollsten Erlebnissen einer Reise.
Doch leider werden oftmals Tiere missbraucht, ob Profit aus ihnen zu schlagen. Oftmals kann von artgerechter Tierhaltung bei solchen Aktivitäten nicht Rede sein und Tiere werden gequält.

Sei kritisch! Tierquälerei darf nicht unterstützt werden!
Begegnungen mit Tieren in freier Wildbahn sind sowieso um ein Vielfaches aufregender. Bei seriösen Anbietern lernst du auch, dass du niemals wilde Tiere anfassen solltest und einen Mindestabstand wahren solltest. 

Apropos Tiere... leider stehen in einigen Ländern Tiere auf der Speisekarte (Walfleisch, Haifischflossensuppe...), die eigentlich geschützt werden sollten. Touristen werden diese immer wieder als landestypische Spezialitäten angepriesen, doch auch hier solltest du auf deinen gesunden Verstand vertrauen und solche Restaurants meiden.


Tipp 4: Begegne den Menschen mit Respekt!

Vor deiner Reise solltest du dich etwas mit der Kultur der Einheimischen an deinem Reiseziel auseinander setzen. So solltest du wissen, welche Gepflogenheiten gelten, damit du den Menschen respektvoll begegnen kannst und nicht unbewusst in Fettnäpfchen trittst. Getraue dich, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen!

Auch dieser Punkt ist nicht zu verachten: Die wenigsten Menschen, die dich auf deiner Reise herumführen, fahren oder bedienen, verdienen tatsächlich ausreichend an deinem Besuch. Deshalb solltest du nicht am Trinkgeld sparen! Das ist auch eine Frage des Respekts.

Wie man im Urlaub mit dem Thema Betteln umgehen sollte, ist schwierig. Eine interessante Idee begegnete und aus einem Reisevortrag über eine Tour durch Afrika. Statt Geld zu geben, ließen sich die beiden Reisenden nur auf ein Tauschgeschäft, z.B. gegen ein Armband ein. So begegneten sie den Bedürftigen viel mehr auf Augenhöhe. 


Tipp 5: Schone die Umwelt vor Ort

Hierbei ist nicht nur gemeint, dass es für Reisende selbstverständlich sein sollte, möglichst wenig Müll zu produzieren und den eigenen Müll auch ordentlich zu entsorgen.
An vielen Traumzielen der Welt wird alles dafür getan, dass die Touristen einen möglichst komfortablen Urlaub verbringen können.

Auf unserer Reise in die Sahara standen wir beispielsweise vor der Wahl, in einem einfachen Zeltcamp mit Gemeinschaftstoilette und -dusche zu übernachten oder in einem Luxuszeltcamp mit eigener Warmwasserdusche und Klimaanlage zu residieren. Völlig absurd! Für uns war es keine Frage mit welcher Variante man ein echteres und vor allem umweltverträglicheres Wüstenabenteuer-Erlebnis hat.
Doch überall auf der Welt wird für Tourist oft ein riesiger Aufwand betrieben. An vielen Orten gibt es leider nicht genügend Trinkwasser, weswegen man mit dieser Ressource im Urlaub wirklich sparsam umgehen sollte. Auch in Sachen Strom sollte man nicht verschwenderisch sein.

Um am Ziel deiner Träume von A nach B zu kommen, solltest du dir ebenfalls über Nachhaltigkeit Gedanken machen. Nutze lieber öffentliche Verkehrsmittel anstelle von Mietwägen.