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Once in a lifetime...

Spätestens nach der knappen Woche in dem kleinen Nest Kaikoura an der Ostküste Neuseelands gingen uns die Superlative für dieses Land aus. Hier gingen wir so richtig auf Tuchfühlung mit der marinen Tierwelt. In Sachen Beobachtung von Meerestieren hat Kaikoura einiges zu bieten, egal ob aus der Luft, auf oder im Wasser.

Schon der Weg nach Kaikoura ist beeindruckend, die Strecke schlängelt sich entlang der Küste unterhalb hoher Klippen. Mit viel Glück kann man schon hier erste Delfine im Wasser erspähen.

Nach ca. 5 stündiger Fahrt von Timaru aus, bezogen wir unser kleines Zimmer in dem liebevoll geführten „Albatross Backpacker Inn“. Gleich am ersten Morgen fuhren wir hinaus zu der Seehundkolonie. Aus sicherer Entfernung konnten wir etliche Tiere beobachten. Dabei vergaßen wir etwas die Zeit und so wurde uns der Rückweg durch die aufkommende Flut abgeschnitten, so dass wir durch’s Wasser zurückwaten mussten.

 

 

Noch am selben Tag ging Christoph per Boot auf die Suche nach Pottwalen, die hier vor der Küste anzutreffen sind. Neben vier Pottwal-Bullen gab es auch riesige Albatrosse zu sehen.

In Kaikoura selbst wanderten wir entlang der Steilküste und bekamen tolle Ausblicke geboten, erkundeten die Umgebung oder saugten das entspannte Leben in der Kleinstadt auf. Hier erlebten wir aber auch eines der größten Highlights für uns auf der gesamten Weltreise bisher: Das Schwimmen mit Delfinen.

Obwohl die Touren ausgebucht waren, ergatterten wir noch Nachrückplätze für uns. Die anfänglich noch grenzenlose Euphorie wich zunächst jedoch großem Respekt - spätestens am Morgen dieses Erlebnisses. Schon um 5 Uhr mussten wir raus und wurden mit dicken Neoprenanzügen und Schnorchel-Ausrüstung ausgestattet. Beunruhigt nahmen wir eine Tafel war, die den aktuellen Wellengang visualisierte. "Ordentlicher Seegang – mittleres Risiko, seekrank zu werden". Super, und das, wo wir beide doch überhaupt nicht seefest sind. Doch damit nicht genug, bevor die Sicherheitseinweisung folgte, veränderte eine Mitarbeiterin den Status in „raue See – hohes Risiko, seekrank zu werden“. Wir starrten einander an, ein Zurück kam aber nicht mehr in Frage.

Und so fanden wir uns auf einem kleinen Boot wieder. Mit jeder Welle wurden wir in die Sitze gedrückt... Horizont fokussieren, heißt es immer... Toll, funktioniert natürlich super, wenn es früh morgens noch stockdunkel ist. Unter Deck roch es schon leicht säuerlich und die ersten Insassen wurden mit Eimern versorgt. Nach einer halben Stunde stoppte der Motor. In Windeseile setzte jeder seine Ausrüstung auf und hielt sich bereit, was bei dem enormen Wellengang nicht leicht war. Die Sonne ging gerade am Horizont auf und dennoch konnte man die ersten Delfine direkt hinter dem Boot aus dem Wasser springen sehen. Voller Adrenalin stürzten wir uns ins eiskalte Wasser. Kaum tauchten wir zum ersten Mal unter, war jeder von Delfinen umgeben. Unglaublich! Ganz neugierig beäugten sie uns und schwammen zig Mal um uns herum, um dann im noch dunklen Wasser zu verschwinden. An verschiedenen Stopps waren wir insgesamt ca. 30 Minuten im Wasser. Auf Hawaii begegneten wir bereits einmal Delfinen beim Schnorcheln, doch diese zogen einfach an uns vorbei. Das war hier ganz anders, da die Tiere regelrecht auf Tuchfühlung gingen. 

Leider kam Christoph mit der Kamera im Unterwassergehäuse an die Grenzen. Wir wurden so durchgeschüttelt, dass es fast unmöglich war, brauchbare Unterwasseraufnahmen zu machen. Wollte man zurück auf’s Boot, schleuderten einen die Wellen regelrecht an Bord. 

Auf dem Rückweg waren wir beide tatsächlich fast die einzigen, die nicht seekrank über irgendwelchen Eimern hingen... warum auch immer.

Wir waren so dankbar, dass wir diesen Morgen erleben durften. Nach einer heißen Dusche fielen wir dann aber in den wohlverdienten Mittagsschlaf. 

Hinweis: Wir bekommen weder Provision noch sonst etwas für die genannten Dinge. Was uns überzeugt, teilen wir einfach gerne mit euch.

- Kaikoura -