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Old MacDonald had a farm...

Schon Wochen bevor wir nach Neuseeland aufbrachen, haben wir Kontakt zu einem netten, älteren Pärchen aufgenommen, dass eine Farm samt Gästehaus betreibt. Von einer Freundin, die bereits vor Jahren für die beiden dort gearbeitet hat und dafür bestens umsorgt wurde, haben wir diesen Tipp bekommen, der sich als wahren Glücksgriff für uns entpuppen sollte.

Doch bevor wir uns zu den beiden in das verschlafene Nest "Pleasant Point" aufmachten, hatten wir noch einen tollen Tag in Christchurch.

Von der größten Stadt der Südinsel erhofften wir uns zugegebener Maßen nicht allzu viel, da wir im Vorfeld wenig Außergewöhnliches gehört hatten. Doch weit gefehlt! Beeindruckend, aber zugleich auch beängstigend waren die zahlreichen Gebäude, die bei einem extrem heftigen Erdbeben 2011 zerstört wurden. Den ganzen Tag marschierten wir durch Christchurch, das viel zu bieten hatte: Streetart, nette Parks, viel Grün, tolle Cafés, gute Restaurants, eine interessante Art Gallery, historische und moderne Gebäude. Den Abend ließen wir auf einem Festival ausklingen...Cheers!

 

Dann ging es am folgenden Morgen per Bus weiter in den Süden.

Unsere Aufregung wuchs, da wir nicht so wirklich wussten, was uns in den kommenden Tagen auf der Farm in Pleasant Point erwarten würde und wie wir uns mit den beiden verstehen werden.

 

Schnell wurden unsere Bedenken schon nach der Ankunft beiseite gewischt: Liebenswertere Menschen hätten wir nicht treffen können, Tia und Ian empfingen uns mit offenen Armen und innerhalb kürzester Zeit wurde uns das Gefühl gegeben, zur Familie dazuzugehören, die wir nach und nach kennenlernen durften. Diese bedingungslose Gastfreundschaft zu erfahren, war für uns bisher eines der schönsten Erlebnisse überhaupt. Tia, die eine tolle Köchin ist, umsorgte uns bestens und Ian schenkte uns bei der Arbeit sein vollstes Vertrauen. Während wir am ersten Tag noch Unkraut im Garten jäteten, wuchsen wir langsam an unseren Aufgaben: Früh morgens hieß es Hühner füttern und Eier einsammeln, dann ging es an die Gartenarbeit. Außerdem stellten wir u.a. eigenes Müsli her, kümmerten uns um's Gästehaus, spalteten Brennholz, ernteten Gemüse und mussten Traktor fahren. Trotzdem war es sehr entspannt und wir genossen die netten Gespräche mit den beiden. Schnell wurde die Farm mit ihrem riesigen Garten voll Blumen zum Zuhause. Sonntags gab es sogar Golfstunden mit Ian.

Nachmittags erkundeten wir mit seinem Auto die Umgebung und so fuhren wir mal in die Hafenstadt Timaru, mal weiter aufs Land oder sogar bis an den "Lake Tekapo", wo wir den "Mount John" erklommen haben.

Die 10 Tage in Pleasant Point vergingen im Nu - leider viel zu schnell, doch es tröstete uns, dass wir die beiden eine Woche später nochmals sehen würden. Denn - und um ein Neues haute uns die neuseeländische Gastfreundschaft aus den Socken - lud uns Tia ein, gemeinsam 2 Nächte in einer Hütte am Fuße des "Mount Cook" zu verbringen. Eine unglaublich tolle Gelegenheit für uns! Spätestens jetzt waren wir in das Land und seine Menschen verliebt!

Hinweis: Wir bekommen weder Provision noch sonst etwas für die genannten Dinge. Was uns überzeugt, teilen wir einfach gerne mit euch.

- Christchurch & Pleasant Point -