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Höhlen, Strände, Wasserfälle

Knapp eine Woche blieb uns für die Nordinsel, bevor wir uns zum Arbeiten auf die Südinsel begeben mussten. Wir entschlossen uns deshalb, nur den wirklich nördlichsten Teil zu befahren – das (wie hätte es auch anders sein können) den passenden Namen „Northland“ trägt. 

Leicht nervös und mit Schweißrändern bis an die Hüfte, da wir es zuletzt vor Jahren Linksverkehr zu tun hatten, fuhren wir los. So benötigten wir auch relativ viel Zeit, bis wir unseren ersten Stopp „Whangarei“ erreichten. In diesem verschlafenen Ort nahe der Ostküste mussten wir erst einmal die neuseeländische Mentalität kennen lernen. Außerhalb der großen Städte werden nämlich schon recht früh, meist um 17.00Uhr die Bordsteine hochgeklappt. Cafés, Restaurant und alle Geschäfte, außer die großen Supermarktketten haben dann bereits geschlossen. In unserem Hostel, das vor Jahren noch ein Gefängnis war, bezogen wir unsere Zelle. Hier lernten wir Robin, eine unglaublich beeindruckende Frau kennen, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters von 80 Jahren sich im gemischten Schlafsaal eingebucht hatte und abends in der Gemeinschaftsküche auf der Gitarre herum zupfte. Ihren Geschichten zu lauschen, war sehr spannend.

Von Whangarei aus erlebten wir gleich zu Beginn ein irres Abenteuer. Auf eigene Faust wanderten wir zu den „Abbey Caves“ – das sind drei Höhlen. Um jeweils hineinzugelangen mussten wir Felsen hinabklettern und uns im Innern mit Taschenlampen ausgerüstet den Weg durch eiskaltes Wasser bahnen. Doch u.a. in diesen Höhlen wird einem ein wahres Naturspektakel geboten. In der totalen Dunkelheit tief unten scheint es, als würde der Sternenhimmel über einem Funkeln. Was so romantisch klingt, ist aber eher das Gegenteil davon. Tatsächlich locken die wurmähnlichen Larven einer Fliege mit leuchtenden Schleimfäden Beute an. Bei Weitem waren dies aber noch die angenehmsten Tiere in den Höhlen. Christoph war gerade damit beschäftigt, das Kamerastativ aufzubauen, als wir im Wasser unter uns auch Fauchen vernahmen. Im Licht der Taschenlampe entdeckten wir einen meterlangen Aal, vor dem wir schnell auf höhergelegene Steine flüchteten. In der nächsten Höhle brachen wir das Fotografieren aufgrund handgroßer Spinnen ab. Nun ja, trotzdem ein wirklich unvergessliches und sehr besonderes Erlebnis und die Fotos davon sprechen für sich.

Außerdem lohnt sich ein Ausflug zu den „Whangarei Falls“ und dem „AH Reed Memorial Kauri-Park“ mit den riesigen, mehr als 500 Jahre alten Kauri-Bäumen. Auch die umliegenden Strände sind mehr als schön! Unserem Lieblingsstrand „Whale Bay“ statten wir gleich mehrere Besuche ab, da dieser mehr oder weniger auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel „Paihia“ lag.

In diesem Ort in der Region „Bay of Islands“ übernachteten wir bei Philip, einem älteren Mann der nahezu schon jedes Fleckchen dieser Erde bereist hat und mit dem wir oft bis spät abends auf der Terrasse quatschten. Tagsüber erkundeten wir mit unserem Auto oder per Boot die Umgebung, sonnten uns am Strand und bestaunten am „Waitangi-Day“, einem Feiertag für die Maoris „Haka-Tänze“.

Die Zeit in Paihia verstrich wie im Flug und so mussten wir uns langsam auf unseren Rückweg nach Auckland machen, doch zuvor besuchten wir noch einmal eine Höhle mit „Glühwürmchen“. Obwohl wir die „Waipu Caves“ nicht für uns alleine hatten, war der Anblick wieder spektakulär... ein gelungener Abschluss bevor es in den Flieger nach Christchurch ging.

Hinweis: Wir bekommen weder Provision noch sonst etwas für die genannten Dinge. Was uns überzeugt, teilen wir einfach gerne mit euch.

- Northland -