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¡Viva Mexico!

Yucatan hat uns mit seiner Vielseitigkeit, den historischen Ruinen, koloniale Städtchen, tollen Stränden und seiner beeindruckenden Natur in den Bann gezogen.

Nachdem wir die ersten drei Tage wirklich nahezu nur am Strand unseres Hotels in Playa del Carmen verbrachten, um mal richtig auszuspannen, reisten wir danach per Bus entlang der Küste nach Tulum. In diesem Ort mit zahlreichen netten Cafés und Restaurants legten wir entweder mit den klapprigsten Fahrrädern oder zu Fuß täglich größere Distanzen zurück. Bei der ersten Unterkunft hatten wir das Glück, dass wir kostenlos einen tollen Beachclub besuchen durften. Dies ließen wir uns nicht zweimal sagen und so verbrachten wir einen herrlichen Nachmittag am Strand. Am Folgetag ging es für uns früh morgens (early bird und so :-)) mit dem Bus nach Coba. Dort befinden sich auf einem sehr weitläufigen Gelände viele alte Ruinen. Am Eingang schnappten wir uns für wenig Geld zwei Räder und radelten entlang von schattigen Straßen durch den Dschungel. Auf die größte Pyramide konnte man sogar hochklettern. Die einzige Sicherheitsvorkehrung dort war allerdings nur ein schlaffes Seil, was das Ganze noch abenteuerlicher machte. Aber wir haben es beide geschafft und der Ausblick lohnte sich allemal! 

Als wir dann am nächsten Tag die berühmten Mayaruinen direkt am Strand von Tulum besuchten, goss es zwar aus Kübeln, doch eine Bande Nasenbären hielt die gute Laune aufrecht. Bei den schwül-warmen Temperaturen war es aber sowieso egal, ob die Klamotten durch den Regen oder den eigenen Schweiß nass wurden :-)

In der Nacht vor unserer Weiterreise vergaß unsere Gastgeberin offensichtlich unsere Anwesenheit und machte in dem kleinen Gästehaus bis nachts mit Freunden Party und verpennte dann, dass wir eigentlich Frühstück mitgebucht hatten. Naja... immerhin versprachen wir uns von den kommenden Tagen wieder mehr Freiheit, da wir uns einen eigenen Wagen nahmen. Doch schon an der ersten Tankstelle versuchte man uns über das Ohr zu hauen. Zum Glück waren wir vorbereitet und düsten davon. Genervt, aber in der Hoffnung im Landesinneren nettere Menschen zu treffen, machten wir uns auf den Weg nach Valladolid, was sich schnell bewahrheitete. Bisher waren die Einheimischen in den sehr touristischen Küstenorten leider – aber das war wohl zu erwarten – oft reserviert. 

Unterwegs stoppten wir an Cenoten, das sind Seen, die sich in teilweise eingestürzten Höhlen unterirdisch gebildet haben. Von deren Anblick waren wir mehr als beeindruckt. Schnell warfen wir uns in unsere Badesachen und schwammen in der „Gran Cenote“ bei Tulum unter den Tropfsteinen im kristallklaren Wasser hindurch, während Fledermäuse über unseren Köpfen schwirrten. An der Cenote „Lorenzo Oxman“ versuchten wir uns tarzangleich an einem Seil ins Wasser zu schwingen. Christoph verlor aber bei einem seiner Versuche den Halt am Seil und legte einen fiesen Rückenplatscher hin. Das erschrockene Raunen der Leute hallte tatsächlich richtig laut durch die Höhle, was das Auftauchen nicht minder peinlich machte :-) 

Die „Suytún“ Cenote dient eigentlich nur als Fotomotiv (zugegebenermaßen entstanden ziemlich beeindruckende Fotos), baden kann und möchte man dort aber lieber nicht.

Die Kolonialstadt Valladolid mit ihren kleinen Sträßchen, den bunten Häusern, den tollen Restaurants und den freundlichen Menschen, die abends auf den öffentlichen Plätzen feierten und tanzten, gefiel uns sehr. Von hier aus besichtigten wir auch eines der sieben Weltwunder, „Chichen Itza“. Mit den vielen aufwändig restaurierten Bauten hinterließen diese Maya-Ruinen, obwohl sie im Laufe des Morgens von immer mehr Touristen überflutet wurden, einen bleibenden Eindruck.

Schweren Herzens verließen wir nach 2 Nächten Valladolid und hatten das Gefühl, in Mexiko angekommen zu sein.

Vom Auto ging es in den Bus und dann weiter auf die Fähre zur Insel „Holbox“, auf der noch keine riesigen Hotelbunker zu finden sind. Schon im Vorfeld haben wir viel Tolles über das entspannte Leben auf dem Eiland gehört. Doch als wir ankamen, stand die Insel regelrecht unter Wasser, man musste teilweise knietief durch das Wasser auf den Straßen waten. Dieser Zustand änderte sich während unserer vier Tage auf Holbox nicht. Auch die vermeintlich schönen Strände waren übervoll von angeschwemmtem Seegras. Trotzdem genossen wir das exzellente Streetfood, die netten Cafés und Restaurants. Zu Fuß und per Rad bahnten wir uns den Weg zu weiter entfernten Ecken. Während unseres schönsten Ausflugs radelten wir zunächst zu einem Mangrovenwald und wanderten dann im türkisblauen Meerwasser auf einer Sandbank bis zu einer Kolonie Flamingos. Hier konnten wir entspannt im knöchelhohen Wasser liegend die pinken Vögel beobachten. 

Insgesamt hatten wir eine tolle Zeit auf der Insel - die Leute hier sind sehr freundlich und entspannt, was einen sofort ansteckt.

Zurück auf dem Festland schnappten wir uns nochmal einen Mietwagen und fuhren nach Puerto Morelos. Hier wird das zweitgrößte Korallenriff der Welt besonders geschützt. Gestärkt durch eine Portion Quesadilas, warfen wir uns mit vollem Bauch und in voller Schnorchelmontur ins unglaublich klare Wasser. Die Korallenwelt wirkte wie ein riesiger Garten. Neben Barrakudas und vielen weiteren Fischen begleitetet uns eine kleine Meeresschildkröte eine Zeit lang. Außerdem entdeckten wir Seespinnen, riesige Muscheln und Langusten... ein perfekter Abschluss unserer Yucatan-Zeit. 

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- Yucatan -