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Barrierefrei war gestern

Unser dritter Stopp auf dem südamerikanischen Kontinent war die kleine Küstenstadt Paraty. Dieser Ort hatte ein ganz eigenes Flair. Die gesamte Altstadt ist denkmalgeschützt und besteht noch aus lauter Häusern aus der Kolonialzeit – leider, was für Leute, die momentan sowieso nicht so gut zu Fuß unterwegs sind, nicht gerade ideal ist, die Straßen ebenso. Dennoch versprühte Paraty seinen ganz eigenen Charme. In den zahlreichen Cafés und Restaurants ließen wir es uns gut gehen und probierten uns am Buffet eines der typisch einheimischen Restaurants einmal durch die brasilianische Küche. Auf einer Stadtführung lernten wir die besondere Geschichte dieser Gegend kennen. Das Verrückte an Paraty ist, dass früher bei Flut sämtliche Straßen vom Meerwasser geflutet wurden und so der gesamte Unrat aus den Straßen gespült wurde. Noch heute muss man hin und wieder deshalb eher durch die Straßen waten. Aber gerade dies, lieferte uns tolle Fotomotive.

In Paraty genossen wir außerdem unsere tolle Unterkunft, die zwar etwas abseits lag, aber mit sehr leckerem Frühstück aufwartete. 

Während unserer vier Tage in Paraty konnten wir dann doch ein paar Ausflüge unternehmen, fuhren mit einem Jeep zu wunderschönen Wasserfällen, auf denen Einheimische herunterrutschten, besichtigten Cachaça-Destillerien oder ließen uns von einem Boot zu den Stränden der Umgebung schippern.

 

Dann war es an der Zeit die Zivilisation zu verlassen und wir fuhren auf einer unbefestigten Straße weiter nach Paraty-Mirim. Nun ja, von unbefestigt konnte man hier eigentlich schon nicht mal mehr sprechen, denn unser Fahrer musste sich regelrecht den Weg durch den Matsch bahnen. An manchen Tagen ist dieser sehr urtümliche und winzige Ort mit dem Auto aufgrund der Straßenverhältnisse gar nicht mehr zu erreichen.

Doch diese Anreisestrapazen hatten sich absolut gelohnt. Die kommenden drei Nächte verbrachten wir in einem Baumhaus in den Wipfeln eines Jackfruit-Baums. Der Raum war zwar stark begrenzt, doch war es ein unglaublich schönes Gefühl, morgens vom Bett aus den Sonnenaufgang über dem Meer zu erblicken und tagsüber Besuch von einer Affenfamilie zu bekommen – ein einmaliges Erlebnis. Das Baumhaus lag auf einem toll gestalteten Gelände mit zahlreichen Hängematten, die zum Entspannen einluden.

Endlich konnten wir auch mal wieder richtig in der Sonne am Strand brutzeln...und wer hätte es gedacht, natürlich wurden wir wieder vom Haushund „Samba“ den ganzen Weg begleitet. Am Strand gab es in einer der typischen "barracas", das sind kleine Essensstände" leckere Spezialitäten und endlich mal eine Kokosnuss zum Trinken!

Da die Möglichkeiten in diesem kleinen Örtchen aber sehr begrenzt sind, solltet ihr, sofern ihr hierher auch einmal kommen wollt, nur ein paar Tage einplanen.

 

Für uns ging es am Ende unseres Aufenthaltes wieder zurück nach Rio de Janeiro.

Hinweis: Wir bekommen weder Provision noch sonst etwas für die genannten Dinge. Was uns überzeugt, teilen wir einfach gerne mit euch.

- Paraty & Paraty Mirim -