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Nicht nur in Hamburg sagt man Tschüss!

Eineinhalb Jahre Planung und nun war es endlich soweit. Ein verrücktes Gefühl. In den letzten Schulwochen mussten wir schweren Herzens unsere geliebte Wohnung auf St. Pauli räumen, unsere Klassen, Kollegen und Freunde verabschieden. Und auf einmal standen wir in einer völlig leergeräumten Altbaubude mit einem randvoll gepackten Umzugswagen vor der Haustür. Schuljahresend-Stress, Umzugsstress, letzte Reiseplanungen und „Tschüss“ sagen, eine knackige Kombi.

Eineinhalb Monate genossen wir noch die intensive Zeit mit unseren Liebsten in der Heimat, bevor wir die verstauten Umzugskartons wieder öffnen mussten, um all die Sachen für unsere große Reise zusammenzusuchen. 2019 war bis jetzt ein nicht einfaches Jahr, was auch hier den Abschied alles andere als einfach machte.

Doch dann ging es los. Es war an der Zeit. Mit viel zu wenig Schlaf ging es nachts an den Flughafen und von dort nach Lissabon.

Die portugiesische Hauptstadt hatte uns schon früher fasziniert und mit einem bekannten Ziel zu starten, nahm uns die Aufregung.

Leider konnten wir erst nachmittags in unserer ersten Bleibe einchecken, weswegen wir dort nur kurz unser Gepäck abwarfen und uns auf den Weg ins Herz der Metropole machten. Doch aufgrund der Hitze und den von Menschen vollgestopften Straßen entschieden wir uns erst einmal, in einer der vielen schönen grünen Oasen der Stadt entspannt anzukommen und stärkten unsere Mägen im stylischen Café "Flora & Fauna" mit leckeren Pancakes. Irgendwann aber holte uns unsere Mattigkeit ein und wir konnten endlich für ein paar Stunden im Hotel schlafen. Erholt stärkten wir uns in einem der typischen Bistros und ließen den Abend am Ufer des Tejos ausklingen.

Am zweiten Tag schlenderten wir nach dem Besuch einer Kunstausstellung durch die Straßen Bélèms. Welch treffenderes Ziel zu Beginn einer langen Reise als die große Weltkarte zu Füßen des "Denkmals der Entdeckungen" kann es wohl geben. Mit zahlreichen anderend Touristen kämpften wir um die besten Fotoplätze auf der großen Weltkarte und vor dem Denkmal. Wie nur lassen die ganzen Instagramer diese Menschenmassen verschwinden???

Apropos Menschenmassen, natürlich ließen wir es uns als anständige Touris auch nicht nehmen, in der wohl in jedem Reiseführer auftauchenden Bäckerei die einzig wahren „Pastei de Bélèm“ zu probieren. Zu unserem Erstaunen waren diese kleinen Teile aber wirklich unglaublich lecker.. Na super, schon beim Schreiben bekommt man wieder Heißhunger – kein Wunder, wenn während unseres Heimataufenthalts die Anzahl der Hauptmahlzeiten einfach von drei auf vier erhöht wurde:-)

Weiter führte uns der Weg in das Künstler- und Szeneviertel LX Factory, wo wir mit leckeren Smoothies im „Therapy“ unseren Vitaminhaushalt auffrischten.

Im Gänsemarsch mit hunderten gleichgesinnten ging es zu Fuß weiter durch die Gassen der Alfalma – der Altstadt Lissabons. Während wir bei unserem letzten Besuch im März 2014 mit der berühmte Straßenbahnlinie 29 die kurvigen Straßen entlang holperten, lud diese diesen Mal mit den vollbesetzten Wagons nicht gerade ein. Das Ziel unseres steilen und daher nicht minder schweißtreibenden Weges war die Kirche „Iglesia da Gracia“, von wo wir einen wirklich tollen Blick über das Zentrum Lissabons bis hin zur Brücke des 26. April hatten. Dies ist nur einer von zahlreichen tollen Aussichtspunkten auf den Hügeln rund um die Stadt.

Unser Weg bergab führte uns zunächst zum überaus Sehenswerten Elevator da Justicia, bei dessen Anblick man sich in frühere Zeiten versetzt fühl. 

Unter den Dächern des großen „Timout“ Marktes konnten wir uns ein letztes Mal in Portugal den Bauch voll schlagen.

Hinweis: Wir bekommen weder Provision noch sonst etwas für die genannten Dinge. Was uns überzeugt, teilen wir einfach gerne mit euch.

- Lissabon -