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Olá Rio

Es war bereits dunkel, als wir in Rio ankamen und ans Hotel gebracht wurden.

Waren wir noch wirklich sehr angetan vom „The Bridge“ in Lissabon, fiel unsere Bleibe in Rio leider enttäuschend aus. In Dusche, Waschbecken und auf den Bettlaken fanden sich mehr Haare, als Christoph zu seinen besten Zeiten noch selbst hatte.

Naja, immerhin konnten wir unseren Ausblick in einen Lüftungsschacht genießen...

Zwiegespalten starteten wir in den kommenden Tag: teils angespannt, weil uns Viele im Vorfeld etwas Angst vor Rio gemacht hatten, teils aber auch voller Vorfreude, eine neue Stadt zu entdecken. Eins können wir schon mal vorweg nehmen... diese Stadt hat uns wirklich gut gefallen.

Morgens trafen wir uns mit Ursula, die in Rio geboren ist und hier als Köchin arbeitet. Nebenher bietet Sie für Touris Fahrradtouren an und so schwangen wir uns zusammen auf die Räder. Von Ipanema aus radelten wir 16km an der Copacabana vorbei, entlang der Strände von Botafogo und Flamengo bis nach Downtown. Zwischendurch erfrischten wir uns mit einer eiskalten Açai-Bowl. Zum Glück waren wir selbst aktiv unterwegs, denn ansonsten hätte man wohl ein schlechtes Gewissen bekommen beim Anblick all der Menschen, die in den Parks Sport machten. Auf dieser Tour lernten wir viel über die Stadtteile und die Geschichte Rios kennen. 

Noch eine Weile schlenderten wir durchs Zentrum, bevor wir uns nach Urca aufmachten, an den Fuß des Zuckerhuts und zum ersten Mal die Füße ins Meer hielten. Auf dem Wahrzeichen Rios verbrachten wir den Abend und genossen den Sonnenuntergang. Danach lernten wir unsere ersten beiden Lektionen in Brasilien:

1.    Entweder die Einheimischen reden dich ohne Punkt und Komma zu, selbst wenn du ihnen ständig signalisierst, kein Wort zu verstehen oder sie verfallen in eine Art Taub-Stummen-Sprache in der sie nur noch wild gestikulieren. Nichtsdestotrotz entpuppten sich auf unserer Reise nahezu alle als äußerst hilfsbereite und geduldige Menschen.

2.    Bestelle im Restaurant niemals eine Portion von was auch immer nur für dich... du wirst die Menge niemals schaffen!

 

Am nächsten Morgen verließen wir Rio, freuten uns aber schon, hierhin wieder zurückzukehren.

Hinweis: Wir bekommen weder Provision noch sonst etwas für die genannten Dinge. Was uns überzeugt, teilen wir einfach gerne mit euch.

- Rio de Janeiro -